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Tischtennis ist eine Ende des 19. Jahrhunderts in England entstandene Ballsportart. Wegen des berüchtigten Regenwetters musste das normale Tennis nach drinnen verlegt werden und man benutzte einen Tisch als Spielfeld. Deshalb nannte man das Spiel Raumtennis. Nach mehreren Umbenennungen entstand schließlich der Name Tischtennis. 1875 wurden von dem englischen Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln. veröffentlicht.

Ab 1878 verbreitete sich auch der Begriff Ping-Pong, welcher von dem Geschäftsmann John Jacques de Croydon, er war ein Freund von Gibb, patentiert wurde. Die noch heute in vielen Ländern umgangssprachliche Bezeichnung „Ping Pong“ wurde 1901 vom Spielehersteller Parker Brothers gekauft und als Handelsmarke eingetragen. Seither darf die Bezeichnung bei Wettkämpfen oder im Handel nicht mehr frei verwendet werden.
Ab Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich Tischtennis schnell um die ganze Welt.

Im Rollstuhl-Tischtennis gelten weitgehend die Regeln wie im traditionellem Tischtennis, bis auf die Angabe, die nicht über die Seiten des Tisches geschlagen werden darf und einige Ausnahmen, die sich auf den Rollstuhl und das Abstützen am Tisch beziehen.

So trainieren Spitzenspieler im Rollstuhl nicht nur mit Fußgängern, sondern sind sogar echte Konkurrenten in traditionellen Tischtenniswettbewerben.

Gespielt wird auf einem matt-grünem oder matt-blauem Tischtennistisch mit Netzgarnitur. Die Maße des Tisches sind mit 2,74 m x 1,525 m x 0,76 m (L x B x H) vorgeschrieben. Außerdem wird ein matt-weißer oder matt-orangefarbiger Tischtennisball aus Kunststoff sowie pro Spieler ein Tischtennisschläger mit schwarz-roten Belägen benötigt. Der Durchmesser des Balls ist mit 40 mm ebenfalls vorgeschrieben.

Der Schläger wird zumeist im Shakehand-Griff gehalten. (Shakehand deshalb weil der Spieler den Schläger ähnlich greift, als würde er jeman-
dem die Hand geben).

Vor allem in Asien ist zudem der Pen­holder-Stil verbreitet. (Schläger wird ähnlich wie ein Stift gegriffen).

Bei Wettkämpfen wird zu zweit oder zu viert gespielt. Jeder Spieler hat zwei Aufschläge hintereinander, danach wechselt das Aufschlagsrecht. Ein Spiel geht im regulären Punktspielbetrieb über drei Gewinnsätze („Best-of-Five“), bei großen Turnieren wird über vier Gewinnsätze („Best-of-Seven“) gespielt. Ein Satz endet, sobald ein Spieler oder eine Mannschaft elf Punkte erzielt hat und mit mindestens zwei Punkten Vorsprung führt.

Durch Aufteilung in fünf Wettkampfklassen, zwei für Tetraplegiker (Menschen mit einer Querschnittslähmung, bei der Arme und Beine gelähmt sind) und drei für Paraplegiker (Menschen mit einer Querschnittslähmung, bei der nur Rumpf und Beine beeinträchtigt sind), ist ein faires Kräftemessen möglich. In Kategorie TT1 spielen Athleten mit der stärksten und in TT5 die Athleten mit der geringsten Beeinträchtigung.

Jährlich werden zahlreiche nationale Turniere veranstaltet. Viele davon sind inklusiv. Bei den Deutschen Meisterschaften gibt es allerdings extra eine für Rollstuhlfahrer.

Tischtennis wird seit 1960 auch erfolgreich bei den Paralympics gespielt und ist eine der schnellsten und spannendsten Sportarten. In den Paralympics haben die deutschen Spieler schon einige Medaillen gewonnen.

Ihr/Euer Redaktionsteam